Termine und Planungen

Das Kreistreffen 2022 der Kreisgemeinschaft Pr. Eylau

Das vorjährige Kreistreffen fand am Wochenende 24. Sept. bis 25. Sept. 2022 statt, und zwar wiederum im Landhotel „Zur Linde“ in Verden, Thedinghauser Str. 16 in 27283 Verden. Es waren weniger Teilnehmer gekommen als beim letzten Treffen im Jahre 2021, was wir alle sehr bedauerlich fanden, denn die Organisatoren und Helfer hatten sich sehr viel Mühe gegeben.

Das Treffen begann am Samstag, 24.09. 2022, mit dem Empfang der Stadt und des Landkreises Verden im Rathaus zu Verden. Neben einer weniger gewordenen Zahl von Landsleuten war auch die polnische Delegation und Honorfationen von Landkreis und Stadt Verden erschienen. Nach dem Empfang gab es im Foyer des Landkreisgebäudes Pilkaller und einen kleinen Imbiss und vielerlei Gespräche.

Bei dieser Gelegenheit führten wir auch intensive Gespräche mit Herrn Andrzej Kinal, der in Canditten geboren und aufgewachsen ist und jetzt in Landsberg wohnt. Wir kannten Herrn Kinal aus den Vorjahren. Er hat uns immer mit Nachrichten und Fotos aus der Heimatregion versorgt. Wir sind Herrn Kinal sehr dankbar für diese Kontakte.

Es folgten am Nachmittag die Mitgliederversammlung mit den Arbeitsberichten des Vorstandes und anschließend das gemeinsame Kaffeetrinken. Am späten Nachmittag besuchte uns die polnische Delegation im Saal des Landhotels. Es gab, unter Mithilfe der Übersetzerin, vielerlei Gespräche miteinander. Anschließend führten wir noch einen sehr informativen Kurzfilm über die Geschichte Ostpreussens vor.

Nach dem gemeinsamen Abendessen folgte noch eine Videoschau mit Liedern über Ostpreussen mit einer dazu passenden Bilderfolge – eine Darstellung, die allen gefiel.

Am darauffolgenden Sonntag fand im Saal des Hotels die Feierstunde mit dem geistlichen Wort des Verdener evangelischen Pastors Holger Hermann, den Begrüßungsworten des Landrates Bohlmann und der polnischen Delegation sowie der Ansprache der Kreisvertreterin, Frau Evelyn v. Borries, statt. Danach erfolgte die Kranzniederlegung im Bürgerpark. Alles in allem war es wieder ein harmonisches Treffen mit gutem Programm in gemütlicher Atmosphäre.  

                                                                                     

Verden an der Aller (Niedersachsen)

Das nächste Kreistreffen wird am Wochenende vom 23. Sept. bis 24. Sept. 2023 wiederum in Verden, Landhotel Zur Linde, Thedinghuser Str. 16, stattfinden. Alle Landsleute und Nachkommen sowie Familienangehörige, Freunde und Bekannte sind herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen. Es ist eine gute Gelegenheit, Freunde und Bekannte wieder zutreffen und neue Kontakte zu knüpfen.

Mit dem diesem Kreistreffen verbunden ist die jährlich stattfindende Mitgliederversammlung, an der jeder teilnehmen kann, ganz gleich, ob als Mitglied (ist stimmberechtigt) oder als Gast. Außerdem wird dieses Mal ein neuer Vorstand gewählt. Ein weiterer Grund, daran teilzunehmen.

Das Mahnmal im Bürgerpark von Verden

Busreise nach Warschau, Ostpreussen und Litauen 2022

Die Gruppe Birth, seinerzeit hervorgegangen aus der Canditter Gruppe, Kreis Pr. Eylau, hatte in der Zeit vom 16.06. bis 25.06.2022 eine äußerst interessante, aber auch mit einigen Hindernissen gespickte Busreise nach Warschau, Ostpreussen und Litauen unternommen.

Geplant war die Reise bereits für das Jahr 2020. Diese musste aber wegen Corona auf 2021 und dann noch einmal auf 2022 verschoben werden. Der Bus war bei allen drei Fahrten jeweils mit 52 Personen voll belegt. Da wir nicht in das Königsberger Gebiet einreisen durften, mussten wir Anfang 2022 die Reiseroute ändern und einen Umweg über Masuren und Vilnius (Litauen) wählen. Daraufhin sprangen einige Teilnehmer ab. Dann kam der 24. Februar 2022 mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine. Dieses Mal stornierten weitere Teilnehmer die Reise aus Sorge um die Sicherheit während der Fahrt durch Polen und Litauen. So blieben lediglich noch 30 Personen übrig. In Abstimmung mit der Reisefirma wagten wir die Reise trotzdem.

Die Fahrt begann am 16. Juni 2022 in Bielefeld und führte uns über den Berliner Ring weiter über die Grenze bei Frankfurt/Oder bis in die Nähe von Posen (Poznań) zur Zwischenübernachtung und dann weiter bis Warschau. Die im II. Weltkrieg von der deutschen Wehrmacht fast völlig zerstörte Stadt ist im Laufe der Jahrzehnte wieder aufgebaut worden, zum Teil mit einer neuen Straßen-Architektur und einer völlig neuen Innenstadt mit zahlreichen Wolkenkratzern. Die neue Skyline dieser Stadt war beeindruckend.

Unser Hotel befand sich in der Innenstadt. Von hier aus unternahmen wir die Stadtbesichtigung per Bus und zu Fuß. Zunächst besuchten wir den Sächsischen Garten, eine wunderschöne Parkanlage, an die sich das Grabmal des unbekannten polnischen Soldaten anschloss. Es ist eine Gedenkstätte für die im I. Weltkrieg gefallenen polnischen Soldaten, erweitert mit einem ewigen Licht für die auf den anderen Schlachtfeldern gefallenen polnischen Soldaten. Zur vollen Stunde erlebten wir hier die Wachablösung der dort als Ehrenwache stehenden Soldaten – ein ganz besonderes Zeremoniell. Gleich hinter der Gedenkstätte schließt sich der Piłsudski-Platz mit dem übergroßen Piłsudski-Denkmal an.

Warschau, Blick vom Sächsischen Garten auf das Mahnmal des unbekannten polnischen Soldaten (Foto U. Birth)

Auf unserer weiteren Besichtigungstour gelangten wir zur Chopin-Bank und zur neu aufgebauten Altstadt mit der berühmten Johanneskirche, der Krönungskirche der polnischen Könige. Einige Schritte weiter befanden wir bereits am ebenfalls neu errichteten Königlichen Schloss. Von hier aus hatten wir einen weiten Blick über die Weichsel in den Ostteil der Stadt mit der herrlichen St. Michaeliskirche und dem neuen Stadion. Wir waren nun mitten in der Altstadt, wo der Puls der Stadt schlägt. Hier herrschte ein reges Treiben, wo sich Touristen, Schulklassen und einheimische Besucher tummelten und eine beachtliche Außen-Gastronomie die Menschen anlockte.

Am nächsten Tag besichtigten wir in der Warschauer Altstadt das Königliche Schloss. Es ist nach dem Krieg nach den alten Vorbildern wiederaufgebaut worden. Das Schloss enthält zahlreiche und wunderschöne Säle im wiederhergestellten Barockstil und eine Vielzahl von großartigen Gemälden. Wir waren überwältigt von dieser Pracht und Vielfalt.

Das wiederaufgebaute Königliche Schloss in Warschau

Ein unbedingtes Muss für uns war der Besuch des ehemaligen jüdischen Wohnbezirks in Warschau, wo 1943 der Ghetto-Aufstand der polnischen Juden stattfand, der von der deutschen SS brutal niedergeschlagen wurde. Ein 11 m hohes Mahnmal erinnert an das entsetzliche Ereignis von damals. Einige Schritte weiter zeigt eine Bronzetafel den Kniefall des Bundeskanzlers Willy Brandt 1970 vor dem Ehrenmal.

Weitere Ausflugsziele an diesem sonnigen Nachmittag waren der wunderschöne Łazienki-Park im Süden Warschaus und die Aussicht vom 30. Stockwerk des 237 m hohen Kulturpalasts auf die gesamte Stadt.

Am 4. Tag unserer Reise verabschiedeten wir uns von Warschau und fuhren in Richtung Norden nach Ostpreussen. Unterwegs legten wir noch einen dreistündigen Stopp in Allenstein (Olzstyn) ein, wo wir bei sonnigem Wetter einen gemütlichen Rundgang durch die Altstadt machten, dann einige Schritte weiter auf das Kopernikus-Denkmal trafen und schließlich zur Burg Allenstein gelangten. Wir setzten unsere Reise fort und trafen gegen Abend im Hotel in Heilsberg (Lidzbark Warminski) ein, wo wir für 3 Tage blieben.

Am Vormittag des nächsten Tages unternahm die Reiseleiterin mit uns einen Rundgang durch die 700-jährige Stadt Heilsberg. So gelangten wir zunächst zum Schloss und zur Burg, dem ehemaligen Sitz der ermländischen Bischöfe, ferner zur Peter- und Paulkirche und einige 100 Meter weiter zum Hohen Tor und zur evangelischen Kirche.

Am Nachmittag ging es nach Canditten (Kandyty), wo eine kleine Feierstunde zum Gedenken an unsere verstorbenen Landsleute auf dem dortigen Ehrenfriedhof vorgesehen war. Aber aus Witterungsgründen mussten wir diese Feierstunde in die Räume der Deutschen Gesellschaft Natangen in Landsberg (Górowo Iławeckie) verlegen. Anschließend gab es bei der deutschen Minderheit noch Kaffee und Kuchen mit geselligem Beisammensein.

Feierstunde bei der Deutschen Gesellschaft Natangen (Foto U. Birth)

Danach wurde es Zeit aufzubrechen, um nach Schewecken (Żywkowo) zu fahren. Dort hatte man uns zu einem zünftigen Grillabend eingeladen. Schewecken liegt hart an der polnisch-russischen Grenze und ist durch die vielen Störche bekannt. Für uns alle war der dortige Aufenthalt ein gelungener Höhepunkt.

Der folgende Tag stand zur freien Verfügung. Aber auf allgemeinen Wunsch hin machten wir einen Ausflug zur Barockkirche in Heilgelinde (Święta Lipka), wo wir die herrlichen Inneneinrichtungen bestaunen und einem kurzen Orgelkonzert beiwohnen konnten. Der Nachmittag wurde für private Besuche und Ausflüge genutzt.

Wir verließen das Hotel in Heilsberg und fuhren die etwa 450 km lange Strecke durch die bezaubernde Landschaft Masurens nach Vilnius, der Hauptstadt Litauens. Nach einigen Stunden Fahrt erreichten wir hinter der polnischen Stadt Suwałki die polnische-litauische Grenze. Bei diesem Grenzabschnitt handelt es sich um die weltbekannte „Suwałki-Lücke“, für viele wegen der schmalen Grenze zwischen Polen und Litauen als der „gefährlichste Ort der Welt“ bezeichnet.

In Vilnius angekommen, bezogen wir ein ausgezeichnetes Hotel in der Innenstadt. Von hier aus starteten wir am Folgetag mit dem Reiseleiter bei ziemlich heißem Wetter eine äußerst informative Besichtigungstour durch die Innenstadt. Die imponierende Kirche Peter und Paul, die gotische Backsteinkirche St. Anna, die Literatengasse in der Altstadt und viele andere Kleinode in dieser Metropole waren beeindruckende Momente für uns. Am Nachmittag folgte abschließend noch ein Informationsbesuch bei der 25 km entfernten Wasserburg Trakai.

Vilnius, Blick auf die St. Jakob- und St. Philippuskirche
(Foto M. Gutsche)

Nach 2 Übernachtungen verließen wir Vilnius und fuhren nordwärts nach Memel (Klaipeda). Hier stieg die hiesige Reiseleiterin zu, die uns auf der Kurischen Nehrung durch den Märchenwald und anschließend noch zur „Toten Düne“ am Kurischen Haff führte. Den Abschluss dieses Tages bildete ein Rundgang durch die Altstadt von Memel mit dem Nationaltheater und dem davor stehenden weltberühmten Standbild des Ännchen von Tharau.

Abends war Boarding auf der Fähre, die uns über Nacht und am Folgetag über die Ostsee nach Kiel brachte. Von Kiel aus traten wir dann die Heimreise an. Eine Reise mit vielen nachhaltigen Eindrücken ging nun zu Ende.                                                                                                                                                 Gerd Birth

Das Nationaltheater und die Ännchen-von-Tharau-Statue in der Stadt Memel (Klaipeda)

Stadtfest in Landsberg/Górowo Iławeckie 2023

Das beliebte Stadtfest in Landsberg/Górowo Iławeckie findet jährlich Ende Juni statt. Für 2023 ist noch kein genauer Termin bekannt, sehr wahrscheinlich im Juli 2023.

Das Rathaus in Landsberg
Das Rathaus in Landsberg (Górowo Iławeckie)



Stadtfest in Pr. Eylau 2023

Über das jährliche Stadtfest in Pr. Eylau/Bagrationowsk stehen uns aufgrund der aktuellen Lage keine Informationen zur Verfügung. Das Stadtfest findet unter normalen Umständen immer im September statt. Ob eine solche Veranstaltung im Jahr 2023 durchgeführt wird, ist bisher nicht bekannt.

Das Ortsschild von Bagrationowsk (Pr. Eylau)
aus Richtung Kaliningrad (Königsberg)