Lage und Landschaft

Canditter Hügelland aus Richtung Gottesgnade

Das Dorf Canditten liegt mitten in der Region Natangen, dessen Name von dem alten prussischen (auch pruzzischen) Stamm der Natanger hergeleitet ist. Das Gebiet grenzt im Süden und Westen an das Ermland und an das Frische Haff, im Norden an den Pregel und im Osten an die Alle.

Im Südwesten Natangens liegt das Stablackgebiet (Stablack = „Steinfeld“), ein zum Teil bewaldeter Höhenzug, der durch die Eiszeit und die Nacheiszeit entstanden ist. Die höchsten Erhebungen des Stablack befinden sich in unmittelbarer Nähe von Canditten. Die größte Höhe ist der Schlossberg mit 216 m, den man von Canditten gut einsehen kann. Die zweitgrößte Erhebung ist die Parösker Höhe mit 210 gleich neben dem Schlossberg. Danach folgt bereits der Hasenberg mit 196 m, der zu Canditten gehört und sich ganz im Osten des Dorfes befindet.

Das Dorf Canditten und seine Umgebung sind von der Landschaft des Stablack geprägt: Eine liebliche Hügellandschaft mit Wald, Wiesen und landwirtschaftlichen Flächen, dann wieder Auen und Weideland, die von vielen Teichen unterbrochen werden. Gerade im Frühjahr und im Sommer mutet diese Gegend paradiesisch an und verleitet zum Träumen.

Geografisch liegt Canditten im Südwesten des Landkreises Preussisch Eylau und etwa 10 km westlich von der Stadt Landsberg. Die genaue geografische Lage ist 54 Grad 19 Min nördliche Breite und 20 Grad 22 Min östliche Länge.

Das Dorf lag bis 1945 verkehrsgünstig an der Chaussee Landsberg-Zinten. Der Bahnhof Wildenhoff war etwa 800 m und der Bahnhof Sangnitten etwa 2 km von der Dorfmitte entfernt. Beide Bahnhöfe sind aufgrund der Stilllegung der Bahnstrecke im Jahre 1994 nicht mehr in Betrieb.

Zum Dorf Canditten gehörten die Ortsteile Schatzberg und Walschhof. Canditten war ein für damalige Verhältnisse großes Bauern- und Siedlungsdorf in der Provinz Ostpreußen. Das Dorf gehörte zur Amtsgemeinde Wildenhoff im Landkreis Preussisch Eylau. Es liegt jetzt im polnischen Teil Ostpreussens und heißt Kandyty.