{"id":87,"date":"2018-11-19T15:13:56","date_gmt":"2018-11-19T14:13:56","guid":{"rendered":"https:\/\/canditten.de\/?page_id=87"},"modified":"2023-06-11T11:00:16","modified_gmt":"2023-06-11T09:00:16","slug":"geschichte-von-canditten-bis-1945","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/canditten.de\/?page_id=87","title":{"rendered":"Geschichte von Canditten bis 1945"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Geschichtliche Entwicklung<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zur Vorgeschichte der Region<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Gemarkung Canditten liegt erdgeschichtlich in einem Mor\u00e4nengebiet\n aus der Eiszeit. Die ganze Erhebung in dieser Gegend hat man \u201eStablack&#8220;\n (prussisch = Steinfeld) genannt.\n<\/p>\n\n\n\n<p> Rund um das Stablackgebiet und weiter bis K\u00f6nigsberg im Norden \n(Kaliningrad) und bis kurz vor Heilsberg im S\u00fcden (Lidzbark Warminski) \nlebten viele Jahrhunderte lang die Natanger &#8211; einer von 11 St\u00e4mmen der \ndamaligen Prussen (Pruzzen).\n<\/p>\n\n\n\n<p>Als der Deutsche Ritterorden diese Region ab 1240 erobern und \nchristianisieren wollte, kam es zu zahlreichen heftigen K\u00e4mpfen zwischen\n dem Deutschen Ritterorden und den einheimischen Prussen, die dieses \nLand bereits viele Jahre (vielleicht sogar viele Jahrhunderte) \nbewirtschaftet hatten.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Ein ber\u00fchmter natangischer Heerf\u00fchrer war Herkus Monte, der sich mit seinen Mannen von 1260 bis 1274 heldenhaft gegen die Eindringlinge wehrte. Sein gro\u00dfer Aufstand endete im Walschgrund von Canditten (neben dem sp\u00e4teren Hof von Fritz Scheffler), wo sein Heer vernichtend geschlagen wurde. Der gro\u00dfe Held Herkus Monte wurde 1272 im H\u00fcgelland des Stablacks hinterr\u00fccks von zwei Rittern des Ordens ermordet.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"422\" height=\"287\" src=\"https:\/\/canditten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/RTEmagicC_Blick_vom_Hasenberg_auf_Walschhof_1939_05.jpg.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-88\" srcset=\"https:\/\/canditten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/RTEmagicC_Blick_vom_Hasenberg_auf_Walschhof_1939_05.jpg.jpg 422w, https:\/\/canditten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/RTEmagicC_Blick_vom_Hasenberg_auf_Walschhof_1939_05.jpg-300x204.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 422px) 100vw, 422px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">&nbsp;Der Walschgrund, Schlachtort gegen Herkus Monte im Jahre 1272 (Foto Neumann)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Ein weiterer gro\u00dfer Heerf\u00fchrer der Prussen war der H\u00e4uptling Skomand \naus dem Stamme der Sudauer im Osten des Prussenlandes. Skomand k\u00e4mpfte \nin der Zeit von 1273 bis 1281 ebenfalls gegen den Ritterorden. Er \nzerst\u00f6rte dabei viele Ortschafen und Ordensburgen der Deutschen. Danach \nwurde er \u2013 durch den Einfluss des Ritters Ludwig von Liebenzell &#8211; ein \ntreuer Diener des Ordens und bekannte sich zum Christentum. Der Orden \ngab dem Skomandf\u00fcrsten eine Burg (Skomandburg) in Schatzberg (Scarbiec),\n einem Ortsteil von Canditten.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Hinter dem Schuppen des Pfarrhauses in Canditten (der Pfarrhof ist \njetzt noch vorhanden) fand man kurz vor 1900 eine m\u00e4chtige Steinplatte, \ndie vor langer Zeit offensichtlich als Grabdeckel gedient hatte. Es wird\n stark vermutet, dass hier das Grab des Skomandf\u00fcrsten gewesen ist. In \nCanditten nannte man diese Stelle das &#8222;Skomandgrab&#8220;.\n<\/p>\n\n\n\n<p>An diesem gro\u00dfen Steindeckel hatten die Canditter eine Linde \ngepflanzt, die im Laufe der Jahre ein m\u00e4chtiger Baum geworden war. \nDieser Baum wurde seitdem &#8222;Skomand-Linde&#8220; genannt. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Wo der gro\u00dfe Steindeckel geblieben ist, kann aus deutscher Sicht \nnicht beantwortet werden. Es wird vermutet, dass die Polen in den 60-er \noder in den 70-er Jahren diesen Stein gefunden und in Unkenntnis an \nanderer Stelle hingebracht oder gar vernichtet haben.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Die m\u00e4chtige \u201eSkomand-Linde&#8220; hat noch viel Jahre nach dem II. \nWeltkrieg gestanden und ist vermutlich in den Jahren 1975-1980 wegen \nAltersschw\u00e4che gef\u00e4llt worden.\n<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die geschichtliche Entwicklung des Dorfes Canditten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Das genaue Gr\u00fcndungsdatum des Dorfes Canditten ist nicht zu belegen. \nBevor das deutsche Dorf Canditten entstand, war es bereits eine \nprussische (oder auch: pruzzische) Siedlung namens \u201eCandenitten\u201c,&nbsp; d. h.\n Katzendorf &#8211; wegen der vielen dort hausenden Wildkatzen (Angaben vom \nKantor Gustav Gla\u00df). Diese prussische Siedlung war zur Zeit der ersten \ndeutschen Bauern nur eine \u00f6de und verw\u00fcstete Ortschaft.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Horst Schulz hingegen behauptet in seinem Buch \u201eDie St\u00e4dte und \nGemeinden des Kreises Preu\u00dfisch Eylau\u201c, dass der erste Name dieses \nDorfes \u201eCathiten\u201c gewesen sei, was soviel wie \u201eFurth\u201c bedeutete. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Ich selbst neige zu der Version des Canditter Kantors Gustav Gla\u00df, \nweil dieser sich an die schriftlichen Quellen des Canditter \nHeimatforschers und Pfarrers Martin Rousselle orientiert hatte.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Nach vorgefundenen Abgabe-Rechnungen des damaligen Kammeramtes Zinten\n war der Ort bereits 1340 mit deutschen Bauern besiedelt. Das hei\u00dft, im \nJahre 1940 h\u00e4tte das Dorf Canditten sein 600-j\u00e4hriges Bestehen feiern \nk\u00f6nnen \u2013 wenn nicht der unselige II. Weltkrieg gewesen w\u00e4re.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck zur deutschen Besiedelung ab dem Jahre 1340:<br>Das Dorf war \ndamals ein \u201eZweistra\u00dfendorf\u201c mit Au\u00dfenbefestigungen und jeweils einem \nTor im Westen (jetziger Westfriedhof\/Ehrenfriedhof) und im Osten (am \nHaberberg in Richtung Landsberg), die bewacht wurden. Das Dorf war \ndamals etwa 1.035 ha gro\u00df. In der Mitte befanden sich ein Anger, die \nKirche, die Gastst\u00e4tte und einige andere Geb\u00e4ude. Die Bauerngeh\u00f6fte \nlagen wie ein Kranz um die Dorfmitte herum.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist nicht festzustellen, in welchem Jahr die erste Kirche \nerrichtet wurde. Es muss aber kurz nach der Dorfgr\u00fcndung gewesen sein, \nalso etwa um 1350. Die Kirche hat auf derselben Stelle gestanden wie die\n jetzige Kirche.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1414 erlitt das Dorf beim grausamen Poleneinfall durch \npolnische S\u00f6ldnerscharen einen gewaltigen R\u00fcckschlag, was einer \nvollst\u00e4ndigen Zerst\u00f6rung gleichkam. Bei diesem \u00dcberfall erlitt Canditten\n gro\u00dfen Schaden. Die Kirche wurde abgebrannt, die H\u00e4user zerst\u00f6rt, alle \nGer\u00e4te gestohlen, der Pfarrer und 7 Bauern wurden erschlagen, das \n\u201eHeilige Sakrament&#8220; mit F\u00fc\u00dfen getreten.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Aber Canditten erholte sich schnell. Bereits 1437 waren schon 2 Gastwirtschaften und alle Bauernh\u00f6fe wieder besetzt.\n<\/p>\n\n\n\n<p>In dem internen Krieg der so genannten \u201efreien B\u00fcrger&#8220; gegen die \nAnh\u00e4nger des Deutschen Ritterordens von 1454 bis 1466 (= \u201eSt\u00e4ndekrieg&#8220;) \nwurde Canditten erneut besch\u00e4digt. Die so genannten \u201eFreien&#8220; oder \n\u201eB\u00fcndler&#8220; geh\u00f6rten dem 1440 gegr\u00fcndeten \u201ePreu\u00dfischen Bund&#8220; an, der gegen\n den Deutschen Orden war und Kontakte mit Polen aufnahm. Auch von diesem\n Schaden erholte sich das Dorf wieder. Es war jetzt 1200 Hektar gro\u00df.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1469 ein erneutes schweres Schicksal des bis dahin \nunabh\u00e4ngigen (= freien) Dorfes Canditten: Der zust\u00e4ndige Statthalter (= \noberster Gebieter \u00fcber eine gr\u00f6\u00dfere Region) Heinrich Reu\u00df von Plauen \nverlieh das Dorf Canditten sowie das Dorf Wildenhoff und einige andere \nkleinere D\u00f6rfer an den adligen Herrn Paul Pregel. Die nachfolgenden \nadligen Familien waren von Waldenburg und Graf von Schwerin, die alle \nihren Sitz in Wildenhoff hatten.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Seit dieser Zeit bis 1820 war Canditten ein untert\u00e4niges Dorf des Adelssitzes Wildenhoff. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Einf\u00fchrung der Reformation in Ostpreu\u00dfen wurde im Jahre 1523 in Canditten das lutherische Bekenntnis eingef\u00fchrt (evangelischer Glaube), und zwar ohne Widerstand. Der Pfarrer in Canditten hatte noch am Sonntag vorher in einem wei\u00dfen Chorhemd der katholischen Kirche gepredigt und am folgenden Sonntag im schwarzen Talar eines protestantischen Pfarrers die Kanzel bestiegen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"409\" height=\"312\" src=\"https:\/\/canditten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/RTEmagicC_Google_Earth_Canditten_Dorfmitte_2011_01.jpg.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-89\" srcset=\"https:\/\/canditten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/RTEmagicC_Google_Earth_Canditten_Dorfmitte_2011_01.jpg.jpg 409w, https:\/\/canditten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/RTEmagicC_Google_Earth_Canditten_Dorfmitte_2011_01.jpg-300x229.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 409px) 100vw, 409px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Dorfmitte von Canditten 2011 (Quelle: Google Earth)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>In den Jahren 1520\/21 war ein Krieg zwischen dem Deutschen \nRitterorden und den polnischen S\u00f6ldnertruppen ausgebrochen (so genannter\n &#8222;Reiterkrieg&#8220;). Es gab im Ermland und in Natangen viele K\u00e4mpfe. Hierbei\n wurde Canditten von vorbeiziehenden polnischen S\u00f6ldnerscharen \ngepl\u00fcndert und fast alles vernichtet. Es gab nur noch wenige Bauern in \nCanditten und die Kirche war wieder zerst\u00f6rt worden. Noch im Jahre 1553 \nwar erst ein Drittel des Bodens bewirtschaftet. Canditten erholte sich \nnur ganz langsam.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Erst in den folgenden Jahren hatte der Gutsherr von Wildenhoff, Hans \nJakob von Waldburg, veranlasst, dass Canditten wieder mit neuen Bauern \nbesiedelt wurde.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1575 wurde auf dem bisherigen Kirchplatz eine neue Kirche in\n Canditten gebaut, die bis 1945 stand. Das Kirchspiel wurde vergr\u00f6\u00dfert, \nwobei viele Nachbarorte dazu kamen. Kirchenpatron war ebenfalls der \nGutsherr von Wildenhoff, Hans Jakob von Waldburg.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Um 1650 kam das adlige Dorf Canditten in den Besitz der Familie von Schwerin in Wildenhoff. Er war jetzt der neue Gutsherr.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1719 war das Dorf Canditten etwa 1200 Hektar gro\u00df, hatte 20 \nBauern, 1 Gastwirt, 1 B\u00fcrgermeister (Schulze), 1 Pfarrer, 1 \nKantor\/Lehrer, 1 Schmied, und 4 Instleute (Hilfskr\u00e4fte). Die Bauern \nmussten viele Arbeitsdienste f\u00fcr den Gutsherrn in Wildenhoff leisten und\n Naturalien abliefern, aber keinen Zins (Steuern) zahlen.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Da die Kirche in schlechtem baulichen Zustand war, wurde diese in den\n Jahren 1750\/51 erheblich renoviert, wobei auch ein neues Gest\u00fchl (B\u00e4nke\n etc.) eingebaut wurde. Der Taufstein war noch aus der ersten Kirche. Es\n wurden jetzt 3 Glocken in verschiedenen Gr\u00f6\u00dfen im Glockenturm \neingesetzt.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1820 sah es in Canditten wie folgt aus: 36 Haushalte mit 256\n Einwohnern, 23 Bauernh\u00f6fe. Die Bauern waren jetzt frei; das hei\u00dft, der \nGrund und Boden war jetzt ihr Eigentum; sie mussten aber weiterhin \nArbeitsdienste beim Gutsherrn in Wildenhoff leisten und ebenfalls Zins \n(Steuern) an ihn zahlen.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Ab 1871 bis 1928 wurde das Dorf mit \u201eK&#8220; geschrieben, also &#8222;Kanditten&#8220;.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Kanditten (jetzt mit \u201eK\u201c) vergr\u00f6\u00dferte sich schnell. So war im Jahre \n1885 das Dorf 1084 Hektar gro\u00df, hatte 96 Wohnh\u00e4user, 163 Haushalte \n(Familien) und 789 Einwohner, davon 18 Katholiken.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Im I. Weltkrieg 1914\/18 wurde Kanditten von russischen Kavallerie-Patrouillen nur gestreift, aber nicht besch\u00e4digt.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Seit dem 30. 09. 1928 bestand die Gemeinde Canditten (jetzt wieder \nmit \u201eC&#8220;) aus dem Dorf Canditten, dem Ortsteil Schatzberg (Skarbiec) und \ndem Ortsteil Walschhof (das Bauerngeh\u00f6ft hinter der Bahnlinie an der \nWalsch).\n<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1939 war die Gemeinde Canditten 1348 Hektar gro\u00df und hatte \n289 Haushalte (Familien) mit 928 Einwohner. Das Dorf selbst war sehr \ngro\u00df und sehr gepflegt. Es wurde in den 30-er Jahren mit dem Pr\u00e4dikat \n\u201eSch\u00f6nes Dorf&#8220; ausgezeichnet.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Kriegsbeginn 1939 hatte das Dorf Canditten einen B\u00fcrgermeister, \neine Kirche, eine Schule, eine Poststelle, eine Molkerei, eine Bank \n(Raiffeisenbank = Genossenschaftsbank), eine freiwillige Feuerwehr sowie\n eine Gendarmerie\u00adstelle; ferner 2 Gastwirtschaften, mehrere Gesch\u00e4fte, 1\n Pferdeh\u00e4ndler, 1 Viehh\u00e4ndler, 2 Schmieden, 2 M\u00fcller und zahlreiche \nHandwerksbetriebe.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt gab es 1939 in Canditten 32 Handwerks- und Gewerbebetriebe \nund 9 Beamte (Pfarrer, Lehrer, Gendarm, Gemeindeschwester etc.). \nCanditten war zu dieser Zeit ein gro\u00dfes Bauerndorf mit einer erheblichen\n Wirtschaftskraft und einem vielf\u00e4ltigen Gesellschaftsleben.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Der letzte amtierende Pfarrer bis zum Kriegsende hie\u00df Arnold Freyer; \ner war gleichzeitig Superintendent. Der letzte Schulleiter war Gustav \nGla\u00df, der gleichzeitig Kantor war (= Lehrer f\u00fcr Kirchengesang und \nOrgelmusik).\n<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in Canditten sp\u00fcrte man die Auswirkungen der Naziherrschaft. \nAber die Nazis hatten es schwer in Canditten. Nur wenige traten der \nPartei (NSDAP) bei und diese auch nur auf gro\u00dfen Druck der Nazis. Die \nmeisten Einwohner von Canditten wollten nichts mit den Nazis zu tun \nhaben. So wurde der Pfarrer Freyer oft in Bartenstein von den Nazis \nverh\u00f6rt, weil er beim Gottesdienst f\u00fcr die H\u00e4ftlinge im \nKonzentrationslager gebetet hatte. Der Schulleiter Gla\u00df wurde von den \nNazis von allen Ehren\u00e4mtern (Neben\u00e4mtern) enthoben, weil man ihm nicht \ntraute. Und viele andere Einwohner fl\u00fcsterten untereinander, dass hier \nin politischer Hinsicht etwas nicht in Ordnung sei.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits kurz vor Beginn des II. Weltkrieges wurden die meisten jungen\n M\u00e4nner von Canditten zum Milit\u00e4r einberufen. Sehr viele sind im Krieg \ngefallen oder vermisst. In den Kriegsjahren kamen zahlreiche \nKriegsgefangene nach Canditten; vor allem polnische, franz\u00f6sische und \nbelgische Gefangene. Sie mussten \u00fcberwiegend bei den Bauern arbeiten. \nDie Kriegsgefangenen wurden von den Candittern gut behandelt, was die \nNazis nicht gerne sahen.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Am 22. 01. 1945 wurde die Schule in Canditten geschlossen. Die Schule\n war jetzt ein Fl\u00fcchtlingslager. Und ab diesem Tage bis zum 14. 02. 1945\n bewegte sich bei eisiger K\u00e4lte und Schnee ein endloser Fl\u00fcchtlingsstrom\n durch Canditten &#8211; Tag und Nacht mit vielen Schreckens- und \nElendsbildern. Es waren Fl\u00fcchtlinge, die aus dem Osten von Ostpreu\u00dfen \n\u00fcber Landsberg durch Canditten zogen, um auf dem Landwege oder per \nSchiff in den Westen (\u201eins Reich\u201c) zu gelangen.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Anfang bis Mitte Februar 1945 fanden heftige K\u00e4mpfe s\u00fcdlich von \nCanditten und in Canditten selbst statt. Am 12. 02. 1945 stand Canditten\n unter schwerem Beschuss durch sowjetrussische Artillerie, am 14. 02. \n1945 ein noch gr\u00f6\u00dferer Artilleriebeschuss. Die allermeisten Einwohner \nvon Canditten haben an diesen Tagen ihre H\u00e4user verlassen und sind mit \nihren Habseligkeiten nach Westen und ans Meer gefl\u00fcchtet. Viele H\u00e4user \nsind bei diesen K\u00e4mpfen zerst\u00f6rt worden. Auch die Kirche wurde von \nsowjetrussischen Truppen niedergeschossen, weil man glaubte, dort h\u00e4tten\n sich deutsche Truppen verschanzt.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Am 18. 02. 1945 waren die K\u00e4mpfe in Canditten beendet und die sowjetrussi\u00adschen Truppen besetzten das Dorf.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Canditten hatte durch den Krieg 230 Einwohner verloren (gefallene \nSoldaten, vermisste Soldaten, get\u00f6tete oder umgekommene Zivilisten). Das\n waren etwa 20% der Bev\u00f6lkerung.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Gemeinde Canditten geh\u00f6rten die Ortsteile<strong> Schatzberg<\/strong> und <strong>Walschhof.<\/strong>\n<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">2. Canditten als Kommune<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Dorf Canditten war eine Gemeinde mit einem eigenen Standesamt. Es\n geh\u00f6rte zur Amtsgemeinde Wildenhoff. Seit dem 30. 09. 1928 bestand die \nGemeinde Canditten aus dem Dorf Canditten, dem Ortsteil Schatzberg und \ndem Ortsteil Walschhof (dem Bauerngeh\u00f6ft hinter der Bahnlinie an der \nWalsch).\n<\/p>\n\n\n\n<p>Die <strong>Amtsgemeinde Wildenhoff<\/strong> mit dem dortigen Amtsvorsteher gliederte sich in folgende Gemeinden mit jeweils einem B\u00fcrgermeister:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gemeinde Augam<\/li>\n\n\n\n<li>Gemeinde Canditten (mit den Ortsteilen Schatzberg und Walschhof)<\/li>\n\n\n\n<li>\u00a0Gemeinde Par\u00f6sken (mit dem Ortsteil Halbendorf)<\/li>\n\n\n\n<li>Gemeinde Quehnen (mit dem Ortsteil Rimlack)<\/li>\n\n\n\n<li>Gemeinde Sangnitten (mit den Ortsteilen Gottesgnade, Liebnicken und Bahnhof Liebnicken)<\/li>\n\n\n\n<li>Gemeinde Wildenhoff (mit den Ortsteilen Amalienhof, Garbnicken, Heinrichsbruch, Kreuzspahn, M\u00fchle Liebnicken)<\/li>\n\n\n\n<li>Gemeinde Worschienen (mit dem Ortsteil Wormen)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Der Amtsbezirk Wildenhoff geh\u00f6rte zum Landkreis Preu\u00dfisch Eylau, der seit 01. 04. 1819 in etwa dieser Gr\u00f6\u00dfe bis 1945 bestand.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Und der Landkreis Preu\u00dfisch wiederum lag im Regierungsbezirk K\u00f6nigsberg\/Ostpreu\u00dfen im Natanger Gebiet.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"392\" height=\"294\" src=\"https:\/\/canditten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/RTEmagicC_Blick_von_Schatzberg_nach_Canditten_01.jpg.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-90\" srcset=\"https:\/\/canditten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/RTEmagicC_Blick_von_Schatzberg_nach_Canditten_01.jpg.jpg 392w, https:\/\/canditten.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/RTEmagicC_Blick_von_Schatzberg_nach_Canditten_01.jpg-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 392px) 100vw, 392px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die reizvolle H\u00fcgellandschaft des Stablack bei Canditten<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">&nbsp;3. \u00c4nderung der Schreibweise von Canditten<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Schreibweise des Dorfes Canditten hat oft gewechselt, so auch der\n Anfangsbuchstabe seines Namens. Zur Zeit der deutschen Besiedelung um \n1340 hie\u00df das Dorf \u201eCandenitten\u201c (= Katzendorf, nach Gustav Glass) bzw. \n\u201eCathiten\u201c (= Furthdorf, nach Horst Schulz) und wurde zwar wie \u201eK\u201c \nausgesprochen, aber mit \u201eC\u201c geschrieben.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Das lag wohl daran, dass man im 13.\/14. Jahrhundert, als die \nlateinische Schriftsprache im geistlichen, wissenschaftlichen und \nteilweise auch im weltlichen Leben vorherrschend war, das gesprochene \n\u201eK\u201c als \u201eC\u201c geschrieben wurde.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der \u201ePrussiae\u201c-Karte aus dem Jahre 1584 vom M\u00fchlhausener Caspar \nHennenberger wurde dieses Dorf \u201eKadite\u201c geschrieben, auf anderen \nLandkarten \u201eKathite\u201c, dann wieder \u201eCathite\u201c.\n<\/p>\n\n\n\n<p>In sp\u00e4teren Jahren, der genaue Zeitpunkt ist nicht bekannt, wurde \ndieses Dorf dann \u201eCanditten\u201c genannt. Bei diesem Namen blieb es eine \nlange Zeit. Das geht auch aus den alten Kirchenunterlagen hervor.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Erst im Jahre 1871 wurde das Dorf wiederum mit \u201eK\u201c geschrieben, also \n\u201eKanditten\u201c. Das blieb so bis zum Jahre 1928. Aber auf einer \nDeutschlandkarte aus dem Jahre 1919 ist erstaunlicherweise wieder \n\u201eCanditten\u201c zu lesen.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Ab dem Jahre 1928 wurde das Dorf dann endg\u00fcltig wieder in \u201eCanditten\u201c umbenannt. Allerdings blieben die amtlichen Unterlagen aus den Jahren 1871-1928 (Katasteramt, Standesamt, Kirchenunterlagen usw.) unver\u00e4ndert mit \u201eK\u201c bestehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alte Fotos aus Schatzberg (Ortsteil von Canditten)<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"862\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/canditten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Schatzberg-Jendrny-Gottfried-1937-862x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1474\" srcset=\"https:\/\/canditten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Schatzberg-Jendrny-Gottfried-1937-862x1024.jpg 862w, https:\/\/canditten.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Schatzberg-Jendrny-Gottfried-1937-253x300.jpg 253w, 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Geschichtliche Entwicklung Zur Vorgeschichte der Region Die Gemarkung Canditten liegt erdgeschichtlich in einem Mor\u00e4nengebiet aus der Eiszeit. Die ganze Erhebung in dieser Gegend hat man \u201eStablack&#8220; (prussisch = Steinfeld) genannt. Rund um das Stablackgebiet und weiter bis K\u00f6nigsberg im Norden (Kaliningrad) und bis kurz vor Heilsberg im S\u00fcden (Lidzbark Warminski) lebten viele Jahrhunderte lang &#8230; <a title=\"Geschichte von Canditten bis 1945\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/canditten.de\/?page_id=87\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber Geschichte von Canditten bis 1945\">Weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-87","page","type-page","status-publish"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/canditten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/87","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/canditten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/canditten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/canditten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/canditten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=87"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/canditten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/87\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1488,"href":"https:\/\/canditten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/87\/revisions\/1488"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/canditten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=87"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}